VfB nicht zu bezwingen – 2:2 nach 0:2 in Kiel

21.05.2011 von Florian Möller

Tim Siedschlag und Ermir Zekiri sorgen für verdienten Punktgewinn

Das 117. Derby zwischen Holstein Kiel und dem VfB Lübeck war nicht das Schlechteste in der langen Geschichte der beiden Klubs.. Sportlich hatte diese Partie keinen großen Wert mehr, doch sowohl für den VfB als auch für die Kieler ging es um jede Menge Prestige und so bekamen die knapp 4000 Zuschauer eine interessante Partie zu sehen, in der der VfB einen 0:2-Rückstand noch zu einem verdienten 2:2-Unentschieden drehte.

Zunächst sah jedoch alles nach einem Erfolg der Hausherren aus. Bereits nach drei Minuten brachte Jaroslaw Lindner die Störche in Führung (3.), kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Holsteins Torjäger Marc Heider auf 2:0 (45.). Zwischen diesen beiden Treffern hatte der VfB durchaus gute Ausgleichsmöglichkeiten, doch Stefan Richter frei vor Michael Frech (5.), Marcel Gebers mit einem Schuss aus neun Metern (16.) sowie Kevin Kluk per Kopf nach einer Ecke (16.) ließen diese ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel gingen es beide Mannschaften zunächst ruhiger an, erst nach einer Viertelstunde nahm die Partie wieder an Fahrt auf. Eine scharfe Hereingabe von Sofien Chahed verpassten seine Mitspieler (59.), auf der anderen Seite verfehlte ein strammer Siedschlag-Schuss sein Ziel (63.). Doch der VfB steckte nicht auf und als jener Siedschlag einen Freistoß aus rund 28 Metern traumhaft unter die Latte nagelte (66.) war Grünweiß wieder zurück in der Partie. Nur vier Minuten später setzte sich Ermir Zekiri auf der linken Außenbahn durch, ging in den Strafraum und schloss ins lange Eck zum 2:2 ab (70.)! Dennis Wehrendt hatte nach einer Ecke mit einem Schuss aus der Drehung sogar den dritten Treffer auf dem Fuß, doch ein Storchenbein wehrte ab (80.). Auch Dusparas Schlenzer am Torgiebel vorbei hätte das Siegtor bedeuten können(89.).

So blieb der VfB auch im dritten Vergleich der Landesrivalen ungeschlagen und kann mit der erfolgreichen Aufholjagd im Rücken mit gesundem Selbstvertrauen dem Pokalfinale in knapp zwei Wochen (3. Juni, 19:30 Uhr) entgegen fiebern.

Holstein Kiel: Frech – Steil, Fischer, Chahed (73. Sykora), Jürgensen, Heider, Müller, Schüßler (70. Wulff), Poggenberg, Lindner, Petersen (40. Jakubowski)

VfB Lübeck: Melzer – Wehrendt, Duspara, Richter (59. Zekiri), Lange, Henning (63. Senger), Gebers, Siedschlag, Hohnstedt, Marheineke (46. Röhr), Kluk

Tore: 1:0 Lindner (3.), 2:0 Heider (45.), 2:1 Siedschlag (66.), 2:2 Zekiri (70.)

Zuschauer: 3.968

Schiedsrichter: Stefan Kleinschmidt (Mühlhausen)

Gelbe Karten: Heider – Lange, Wehrendt, Kluk, Gebers

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