Kooperation des VfB und FFC endet zum Saisonende

30.01.2012 von Florian Möller

Die Kooperation mündet nicht wie geplant in der Integration

Der am 17. Juni 2011 geschlossene Kooperationsvertrag wird das Ziel der kurzfristigen Vollintegration des FFC Oldesloe in den VfB Lübeck nicht erreichen. Der FFC wird den Kooperationsvertrag zum Ende der aktuellen Saison auslaufen lassen. Darüber informierten die Verantwortlichen des FFC den Vorstand des VfB am vergangenen Wochenende.

Für den FFC ist eine Fortführung des Kooperationsvertrages um ein weiteres Jahr, wie es der VfB angeboten hatte, nicht möglich. Mit den Rahmenbedingungen aus der Kooperation konnte der Bereich Bundesligafußball zwar weiter entwickelt werden, die Bereiche der Regionalliga-Frauen und die Juniorinnen-Mannschaften konnten davon jedoch nicht profitieren. Um hier die angestrebte positive Entwicklung zu ermöglichen, wären zusätzliche finanzielle Mittel notwendig, die bei einer konstanten Weiterführung der Kooperation nicht dargestellt werden können. Der Vorstand des FFC ist aber für die Entwicklung des Gesamtvereins verantwortlich. Daher erhält die Sicherung der Errungenschaft aus zwölf erfolgreichen Jahren des Frauen-Fußball-Clubs Oldesloe in dieser Situation die Priorität.

Der VfB Lübeck bedauert die Entscheidung des FFC Oldesloe, besonders vor dem Hintergrund, dass der in der Kooperation vereinbarte wirtschaftliche Anteil zur Sicherung des laufenden Spielbetriebes seitens des VfB auch mit Hilfe neuer Sponsoren erbracht werden konnte. Mit der Hansestadt Lübeck hatte man zudem einen Partner an seiner Seite, der den Grundstein zur Erfüllung der notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen legte.

Der VfB und der FFC mussten erkennen, dass es in der aktuellen Situation nicht möglich ist, die angestrebte Integration mit der wirtschaftlichen Sicherheit, die für beide Seiten notwendig wäre, zur neuen Saison durchzuführen. Die notwendigen Mittel für die definierten sportlichen Ziele des Bundesligafußballs einer Frauen-Abteilung können zum aktuellen Zeitpunkt nicht mit hinreichender Sicherheit dargestellt werden.

Beide Vereine sind weiterhin davon überzeugt, dass das Projekt die richtigen Ansätze hatte. Der VfB und der FFC werden weiter aktiv und freundschaftlich verbunden bleiben. Die Vereine bedanken sich ausdrücklich bei allen, die das Projekt bisher aktiv gefördert haben und hoffen, dass diese auch weiterhin unter anderen Rahmenbedingungen den Frauenfußball in der Region Lübeck weiter mit entwickeln werden.

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